DettelbachKlosterGeschichte




Blick durch das Klostertor auf das Kirchenportal.
Das Kloster von oben.

Geschichte des Klosters

Zur Betreuung der immer zahlreicheren Wallfahrer wurde unmittelbar an der Wallfahrtskirche um 1616-1620 ein Kloster errichtet. Bei seiner Suche nach einer geeigneten Ordensgemeinschaft erhielt Fürstbischof Julius Echter schon bald die Zusage der Straßburger Franziskanerprovinz, so dass schon 1616 die ersten Franziskaner in Dettelbach einziehen konnten. Ihnen wurde die Betreuung der Wallfahrt übertragen.

Seit dieser Zeit sind die "Söhne" des heiligen Franziskus in Dettelbach. Ihre Tätigkeit wurde aber schon bald unterbrochen. 1631 plünderten die Schweden das Kloster, zwei Patres kamen ums Leben, die anderen mussten vorübergehend fliehen. Einen weiteren schweren Rückschlag gab es Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Säkularisation. Dettelbach hatte aber noch "Glück im Unglück" - es wurde nicht aufgehoben, sondern "nur" Aussterbekloster: Es durften keine neuen Brüder mehr aufgenommen werden. 17 Patres und 7 Brüder entschlossen sich, im Konvent zu bleiben. Dennoch schien das Ende von Kloster und Wallfahrt besiegelt zu sein. Zu einem Neuanfang kam es jedoch bald durch

König Ludwig I. Im Jahre 1826 entschloß er sich auf Bitten der Bürger zur Wiederherstellung des Ordens. Er genehmigte durch königliches Dekret die Wiedererrichtung einer Ordensprovinz in Altbayern und einer weiteren Provinz in den neu zu Bayern gekommenen fränkischen Gebieten. Diese fränkische Provinz wurde aber schon 1836 wegen Nachwuchsmangels mit der altbayerischen vereinigt. So kam das Kloster Dettelbach zur Bayerischen Franziskanerprovinz. Seit 1965 ist ihnen auch die Pfarrseelsorge von Dettelbach übertragen.